Regenerate! Wie aus Weggeworfenem Wiederverwendbares wird.

Tag für Tag erzeugt jeder von uns Abfall. 40% des Kunststoffs, den die Menschheit produziert, wird alleine für Verpackungen benötigt und meist nur einmal verwendet. Diese Kunststoffabfälle gelangen oft in die Weltmeere, wo sie sich zu Müllteppichen sammeln. Unsere Aufgabe ist es, umzudenken und Abfall als Rohstoff zu begreifen, ihn kreativ zu nutzen und damit die Belastung unserer Umwelt zu minimieren. 

Pünktlich zu Weihnachten, einem Fest, bei dem Geschenke oft aufwändig verpackt werden, haben wir ein Produkt entwickelt, das die Kunst des Verpackens nachhaltig interpretiert: Die japanische Tradition des Furoshiki verbindet Freude am Auspacken mit gutem Gewissen. Denn ein Furoshiki ist ein klassisches Geschenktuch, das immer wieder verwendet werden kann und darüber hinaus noch viele weitere Nutzungen erfüllt.

Unser Furoshiki besteht zum Großteil aus wiederverwendeten Plastikabfällen, die ansonsten in den Weltmeeren treiben würden. Das Muster auf dem Tuch veranschaulicht die Problematik zusätzlich: Es illustriert nämlich bei genauerem Hinsehen die Müllteppiche in unseren Ozeanen. So leisten wir einen eigenen kleinen Beitrag zur Regeneration unseres Planeten und rufen zum Nachdenken auf.

GRACE OF WASTE

Grace of Waste ist eine Nachhaltigkeitsinitiative der Peter Schmidt Group. Ziel ist es, aus Abfällen und Resten, die im Alltag oder in Produktionsprozessen anfallen, nützliche Produkte mit hohem gestalterischem Anspruch zu kreieren. In kleinen Kreativprojekten entstehen so neue Lösungen, die Menschen sensibilisieren und Bewusstseinsveränderungen anstoßen: Oft entstehen aus diesen experimentellen Arbeiten konkrete Ideen, das eigene Handeln im Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Das Designkonzept: ein großes Bild kleiner Veränderungen

Unsere Welt ist ein empfindliches und dynamisches System. Kleine Veränderungen bewirken oft langfristige Auswirkungen. Wir greifen diesen Zusammenhang auf: Kleine Veränderungen an grafischen Elementen lassen Kontinente und Meeresströmungen entstehen.

Das Druckverfahren: mit Sojabohnenöl und Wasser

Wir nutzen ein japanisches Druckverfahren namens Risographie. Dieses nutzt Farben auf Sojaöl- und Wasserbasis und ist dadurch besonders ressourcenschonend und umweltfreundlich. Auch der Energieeinsatz ist im Vergleich zu herkömmlichen Druckverfahren deutlich geringer.

Das Material: aus den Ozeanen gewonnen

Traditionell besteht ein Furoshiki aus Chirimen, einem Kreppgewebe. Unsere Version besteht zu 57% aus recyceltem Polyester, das aus Kunststoffabfällen in den Ozeanen gewonnen wurde. Es leistet so einen kleinen Beitrag, die Verschmutzung der Meere zu reduzieren.

Die Nutzung: mehr als nur eine Geschenkverpackung

Das Furoshiki hat sich über Jahrhunderte als populäre Kunstform in der japanischen Kultur etabliert. Es bietet die schöne Möglichkeit, Geschenke nachhaltig zu verpacken, erfüllt aber auch viele weitere praktische Zwecke – zum Beispiel als Einkaufsbeutel, Accessoire oder Dekorationsobjekt.

Die Illustration: genau auf den Punkt

Nicht nur die großen französischen Impressionisten waren vom Pointillismus begeistert – wir auch. Denn der Punkt-Siebdruck verbraucht bis zu 30% weniger Farbe als der Volltondruck.

Das Papier: Rohstoffe von den Meeresböden

Algen sind ein schnell nachwachsender, fast unerschöpflicher Rohstoff. Für das Poster, die Grußkarte und die Umverpackung haben wir ein spezielles Papier verwendet, das teilweise aus Meeresalgen hergestellt wurde.

Gewissenhaft konsumieren – konsequent wiederverwenden.