W&V – Effekthascherei und populistisches Gebrüll sind out

Nach Jahren des Gebrülls erleben wir eine Renaissance des Diskurses. Bei allen Schwierigkeiten ist das etwas, was Mut macht. Executive Creative Director und W&V-Designkolumnist Norbert Möller über die Rolle der Gestalter in der Krise.

"Wir alle lesen im Moment sehr viel: Die Corona-Krise verstärkt unseren Drang nach ständiger Information. Nach immer neuen Updates, die uns endlich Klarheit liefern, wie die Zukunft wohl aussehen wird – oder was uns als nächste Maßnahme im Alltag begegnen wird. Die ständige Beschäftigung mit der Krise dient uns vielleicht auch ein wenig als Trost: Wir stellen durch unsere Lektüre fest, dass sich Menschen auf der ganzen Welt ähnliche Fragen stellen und fühlen uns weniger alleine, auch wenn wir Distanz wahren. Interessant finde ich dabei, dass wir im Unwissen vereint sind: Es gibt keine Blaupause für die aktuelle Pandemie – und dementsprechend auch niemanden, der ernsthaft den Anspruch vertreten kann, die einfache Lösung zu kennen. Populistische Antworten entlarven sich als kurzsichtig; das Abwägende, Wissenschaftliche, das vermeintlich sperrige "Wir wissen es auch nicht genau" hingegen erscheint uns glaubwürdig. Nach Jahren des Gebrülls erleben wir eine Renaissance des Diskurses. In allem Negativen ist dies eigentlich eine Entwicklung, die uns Mut machen darf.

Während sich die ganze Welt also fragt, wie die Zukunft nach Corona aussehen wird und Zukunftsforscher hierzu fleißig Theorien aufstellen, beschäftigen sich viele Designer mit dem Hier und Jetzt."

Den vollständigen Beitrag finden Sie bei W&V Online.

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