Peter Schmidt Group präsentiert in Tokio die Erfolgsfaktoren von deutschem Design

Das Qualitätslabel „Made in Germany“ gilt auch für Gestaltung: Deutsches Design besitzt für viele Unternehmen im Ausland einen hervorragenden Ruf. Unter dem Motto „The Success Factors of German Brands“ präsentierten Heidrun Angerer, Lukas Cottrell und Itta Tsunoda von der Marken- und Designagentur Peter Schmidt Group im Design Hub Tokio einflussreiche Gestalter und große Marken, die den Charakter von deutschem Design prägen.

2019 feiert das Bauhaus sein 100-jähriges Bestehen. Während man in Deutschland oft auf eine vergangene Epoche zurückschaut und die Aktualität damaliger Prinzipien hinterfragt, begegnet man diesem Jubiläum in Japan mit höchster Wertschätzung und Respekt. „Deutsche Designer blicken schnell neidisch nach Großbritannien, die USA oder Frankreich – und nehmen nicht wahr, dass ihre eigenen Arbeiten, ihr typisch deutscher Stil, in anderen Ländern ebenso geschätzt werden“, stellt Lukas Cottrell, Managing Director der Peter Schmidt Group fest. Gemeinsam mit Executive Creative Director Heidrun Angerer folgte er der Einladung des Japan Institute of Design Promotion (JDP) für einen Vortrag über die Erfolgsfaktoren deutscher Marken. Ein Thema, das vor Ort in Tokio auf großes Interesse stieß: Rund einhundert Gäste informierten sich zu prägenden Etappen deutscher Designgeschichte und aktuellen Trends. Anhand der Arbeiten großer Gestalter – von Peter Behrens über Walter Gropius, Otl Aicher und Dieter Rams bis hin zu Peter Schmidt – wurde nachvollziehbar, welche Faktoren deutsches Design auszeichnen: Klarheit, Funktion, Konstanz, Fokus und Präzision. Diese Werte sind auch in Produkten und Marken ablesbar, die aus Deutschland stammen und international erfolgreich sind: Mercedes-Benz, Leica, Jil Sander, Adidas und die Lufthansa waren hier Beispiele für herausragende Gestaltungsqualität „made in Germany“.

Enge Verbindungen zwischen deutscher Agentur und japanischen Kunden

Die Schnittmengen zwischen deutschem Design und einem reduzierten, auf das Wesentliche konzentrierten japanischen Gestaltungsansatz sind oft sehr groß und machen den Austausch zwischen den Kulturen und Märkten interessant. Aus diesem Grund war es auch kein Zufall, dass ausgerechnet Vertreter der Peter Schmidt Group als Vortragspartner geladen wurden: Die Agentur ist nicht nur Deutschlands aktuell umsatzstärkste Marken- und Designagentur, sondern seit über zehn Jahren auch mit einem Büro in Tokio vertreten. Schon auf Agenturgründer Peter Schmidt besaß die japanische Kultur eine hohe Anziehungskraft. Heute repräsentiert Itta Tsunoda die Peter Schmidt Group mit seinem Team vor Ort und initiiert Kontakte zu japanischen Unternehmen, die sich bewusst für einen deutschen Ansatz in der Gestaltung und Markenführung entscheiden. Beispielsweise arbeitet die Peter Schmidt Group seit über zehn Jahren mit der japanischen Confiserie-Kette Juchheim zusammen, gestaltete aber auch das Erscheinungsbild für das angesehene Nezu Museum und berät seit mehreren Jahren japanische Automobilzulieferer bei ihrer Markenpositionierung auf globalen Märkten. „Viele japanische Kunden schätzen die strukturierte Herangehensweise einer deutschen Agentur“, erläutert Lukas Cottrell. „Ein solides strategisches Fundament und sauber ausgearbeitetes Design, das über Medien hinweg funktioniert, sind Qualitätsfaktoren, die hier hohe Wertschätzung genießen.“ Die Peter Schmidt Group habe darüber hinaus die passenden digitalen Tools entwickelt, damit Unternehmen ihr weltweites Markenmanagement zentral steuern können – ganz gleich ob von Deutschland oder Japan aus.

Das Ziel: Auslandsgeschäft weiter ausbauen

Aktuell erwirtschaftet die Peter Schmidt Group mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit ausländischen Kunden oder den Auslandsabteilungen international tätiger Konzerne. Diesen Kurs der Internationalisierung will die Agentur weiter ausbauen. Die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen nach Japan ist hierfür ein wichtiger Faktor, deutsche Designkompetenz ein entscheidendes Argument. Hierzu gaben die Referenten auch einen Ausblick auf aktuelle Entwicklungen: von modularen Gestaltungsansätzen, die mit Algorithmen verknüpft werden können bis hin zu nachhaltigen Lösungen, die auf gesellschaftlichen Trends aufbauen. Bereits im Oktober planen das JDP und die Peter Schmidt Group, die Vortragsreihe fortzusetzen.