Warum Brand Portale zum App Store für die Marke werden

Wenn Netflix es schafft, seine Masse an Inhalten intuitiv zu gliedern – warum sollte es ein Brand Portal nicht auch hinbekommen? Einfache Oberflächen sowie interaktive Umgebungen werden hierfür zum Muss und Apps zum Best Practice. In seinem Gastbeitrag für die Zeitschrift markenartikel erläutert Managing Partner Lukas Cottrell, was Marketeers von den Brand-Management-Tools der Zukunft erwarten sollten.

"Markenarbeit ist komplex geworden: Budgets schrumpfen, immer weniger Experten stehen zur Verfügung und die Arbeit verlagert sich mehr und mehr in andere Disziplinen. Zahlreiche Aufgaben werden gar nicht im Unternehmen selbst verantwortet, sondern an externe Markenberater, Designer, Werber, Programmierer, Softwarehersteller oder Vertriebler delegiert. Und auch marketingfremde Dienstleister müssen die Marke verstehen, Assets richtig anwenden und sich bei Fragen selbst helfen können. Standortunabhängig. Denn die Zusammenarbeit ist schon lange nicht mehr nur auf ein Büro beschränkt. Menschen arbeiten zuhause, unterwegs, in Berlin, Madrid oder Shanghai. Sie arbeiten international, entwickeln regionale Kampagnen und stimmen sich marktübergreifend ab. Für immer mehr Kanäle, die immer diverser werden. Da wird von Markenverantwortlichen ganz schon viel abverlangt.

Brand Portale unterstützen hier bereits bei der täglichen Arbeit. Jedoch müssen sie deutlich besser darin werden, sich in Nutzer, deren Fähigkeiten und Arbeitsstrukturen hineinzuversetzen. Sie müssen zur Gewohnheit, zur Komfortzone, für Markenanwender werden.

Marketeers brauchen intuitive Werkzeuge

Marke ist oft nicht selbsterklärend. Brand Portale haben deswegen die Aufgabe, jedem Mitarbeiter die Markenwerte und -elemente intuitiv zu vermitteln. Das Stichwort lautet also: radikale Simplifizierung der Tools.

Was „simpel“ bedeuten kann, zeigen Kanäle, in denen sich Menschen selbst im Halbschlaf bestens zurechtfinden: Netflix zum Beispiel. Drei Knöpfe für die Navigation. Eine halbe Minute zum Einprägen der Genre-Struktur. Große Vorschaubilder machen Lust, mehr zu erfahren. Will man nicht lesen, schaut man sich Trailer an. Schon die Suche ist unterhaltsam und man nimmt unbewusst Informationen zum Programm mit. Das sorgt für einen guten Überblick: über tausende Filme und Serien, ganz ohne verschachtelte Strukturen.

Wenn Netflix es schafft, diese Masse an Inhalten intuitiv zu gliedern – warum sollte es ein Brand Portal nicht auch hinbekommen? Sich in diesem schnell zurecht zu finden, ist schließlich das A und O für Markenmacher. Systeme, die auf bekannten Formaten aus zum Beispiel Instagram, YouTube oder Twitch aufbauen, die einfache Oberflächen sowie interaktive Umgebungen haben, werden zum Muss. Denn sie machen Tutorials, Schulungen und How-tos deutlich einfacher begreiflich. Gleichzeitig verinnerlichen Nutzer schon beim Bedienen die Werte und den Look and Feel der Marke."

 

Den vollständigen Gastbeitrag von Managing Partner Lukas Cottrell finden Sie in Ausgabe 11/2020 der Fachzeitschrift Markenartikel. Diese können Sie hier bestellen.

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